Zahnärztliche Implantologie

25. Juni 2018

Die bisherigen Denkansätze zur „Zahnersatzkunde“ bedürfen einer zeitgemäßen Formulierung; denn wir ersetzen nach der bisherigen Nomenklatur nicht einen Zahn – mit Zahnwurzel – im prothetischen Sinne, sondern allenfalls nur die „Zahnkrone“. Daher kann man der Auffassung nur beipflichten, dass der bisherige Zahnersatz nur einen „Zahnkronenersatz“ darstellt.

„Die zahnärztliche Implantologie trägt somit auch begrifflich der Zahnersatzkunde Rechnung, da sie sowohl einen Zahn (mit Zahnwurzel) als auch einen Knochenverlust in ihrem restaurativen therapeutischen Konzept enthält und entsprechende Behandlungsmaßnahmen anbietet.“ Schulte

 

Was ist ein Implantat?

Also sind Implantate zylindrische Monokörper aus Titan, welche nach Zahnverlust in den Kieferknochen eingesetzt werden. Sie haben eine, den natürlichen Zahnwurzeln entsprechende Größe und können verschieden Zahnersatzvarianten tragen.

 

Wann erfolgte die wissenschaftliche Anerkennung?

Seit 1982 gehört die zahnärztliche Implantologie zum festen Bestandteil der zahnärztlichen Therapie und zum Behandlungskonzept des Arztes
und Zahnarztes:

„Die Ergebnisse der Grundlagenforschung und die klinischen Erfahrungen der letzten 10 Jahre lassen die Aussage zu, daß enossale Implantate in bestimmten Behandlungsfällen erfolgreich in die zahnärztliche Therapie einbezogen werden können und bei entsprechend kritischer Abwägung unter Umständen anderen Behandlungsmethoden vorzuziehen sind.“ Straßburg

Diese Aussage hebt eindeutig darauf ab, dass die zahnärztliche Implantologie unter gewissen Umständen anderen Behandlungsmethoden vorzuziehen ist, das kann wohl nur heißen, dass die Implantologie konventionellen Behandlungsmethoden in bestimmten Behandlungsfällen überlegen sein kann.

 

Welche Indikationsgebiete gibt es?

  • Einzelzahnlücken im sonst klinisch intaktem Gebiß
  • ein- oder beidseitige Freiendlücken im Ober- und Unterkiefer
  • große Zwischenlücken im Ober- und Unterkiefer
  • zahnloser Kiefer, prothetisch auf konventionellem Wege nicht funktionstüchtig zu versorgen

 

Welche Vorteile bietet die Implantologie?

Im Vordergrund steht die Schonung gesunder Zahnsubstanz und die Vorbeuge von Knochenabbau nach Zahnverlust. Festsitzender, natürlicher Zahnersatz wird dadurch ermöglicht.

 

Wie ist der Ablauf einer Implantation und welche Kosten entstehen?

Der Eingriff wird in Lokalanäthesie durchgeführt und ist nicht schmerzhaft. Nach der Einheilzeit von 3 bis 6 Monaten kann das Implantat kaubelastet werden.

Implantologische Leistungen sind Bestandteil der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte), die Behandlungskosten betragen danach je Implantat ca. 1.500,- EUR.

Wir sind Mitglied im Bundesverband der niedergelassen implantologisch tätigen Zahnärzte in Deutschland e.V. (BDIZ).

Wünschen Sie mehr Informationen, dann besuchen Sie www.titanzahn.de.